Mama stillt Kind

Wenn das Stillen nicht so läuft wie geplant – und wie trotzdem Ruhe einkehrt

Stillprobleme – wenn das Stillen einfach nicht klappt

Du hast Dir das Stillen ganz anders vorgestellt – voller Nähe, Geborgenheit und Liebe. Und jetzt sitzt Du vielleicht mit schmerzenden Brustwarzen da, kämpfst mit Tränen, fragst Dich, ob Du „genug“ Milch hast oder ob Du vielleicht sogar abstillen solltest. Mit Stillproblemen bist Du jedoch nicht allein. Viele Mütter stehen vor diesen Herausforderungen.

Stillen ist zwar das Natürlichste der Welt – aber das heißt nicht, dass es automatisch klappt. Wir wollen Dir in diesem Beitrag Sicherheit geben, Dir Mut machen und Dir zeigen, dass es Wege gibt, Stillprobleme souverän zu meistern – in Deinen Körper, Deine Gedanken und in Euer Miteinander.

Inhalte

  • Warum entstehen Probleme beim Stillen?
  • Die Ursachen von Stillproblemen
  • Wie kannst Du das Stillen fördern?
  • Stillprobleme mit Unterstützung angehen

Stillprobleme – das Wichtigste in Kürze

  • Viele Mütter sind verunsichert oder zweifeln an sich, wenn es mit dem Stillen nicht klappen will.
  • Stillprobleme können sowohl anatomische als auch psychologische Ursachen haben. Stress ist dabei einer der wichtigsten Faktoren.
  • Eine Stillberatung, Gespräche und Entspannungsübungen können helfen, Stillprobleme mit Ruhe und ohne Unsicherheit anzugehen.

Warum entstehen Probleme beim Stillen?

Stillprobleme sind keine Seltenheit, dennoch gibt es bei vielen Müttern Unsicherheiten. In der Schwangerschaft hört man so oft Sätze wie:

  • „Stillen ist das Beste fürs Baby“,
  • „Das klappt schon von allein“,
  • „Einfach anlegen – das wird schon“.

Aber was, wenn es eben nicht „einfach klappt“? Was, wenn Dein Baby nicht richtig saugt, die Brustwarzen schmerzen oder die Milch nicht kommt, wie Du es erwartet hast? Was, wenn Dein Baby an der Brust schreit – und Du einfach nicht verstehst, warum?

Stillprobleme haben viele Gesichter. Manchmal steckt ein verkürztes Zungenband dahinter, manchmal einfach ein enormer Erwartungsdruck oder fehlende Begleitung im Wochenbett. Und oft – ganz viel Unsicherheit. Wenn das Stillen nicht funktioniert, ist dies kein Indentikator für Deine Qualität als Mutter, sondern kann zahlreiche Ursachen haben.

Die Ursachen von Stillproblemen

Stillprobleme können vielseitig sein. Neben körperlichen Ursachen können auch Stress, Ablenkung und vieles mehr dafür sorgen, dass das Stillen nicht klappt. Wir haben Dir einige der bekanntesten Ursachen zusammengetragen:

  • Falsche Anlegetechnik: Wenn das Baby die Brust nicht korrekt erfasst, kann es zu Schmerzen, wunden Brustwarzen und ineffektivem Trinken kommen.
  • Saugverwirrung: Die Kombination aus Stillen, Flasche und Schnuller kann dazu führen, dass das Baby Schwierigkeiten hat, richtig an der Brust zu saugen.
  • Zu wenig oder zu viel Milch: Eine geringe Milchmenge kann das Baby unzufrieden machen, während ein sehr starker Milchspendereflex das Trinken erschwert.
  • Anatomische Besonderheiten beim Baby: Ein verkürztes Zungenband, Gaumenbesonderheiten oder Kieferprobleme können das Saugen beeinträchtigen.
  • Brustprobleme der Mutter: Milchstau, Mastitis oder wunde Brustwarzen führen oft dazu, dass Stillen schmerzhaft oder erschwert wird.
  • Hormonelle Veränderungen: Hormonumstellungen nach der Geburt, durch Medikamente oder Zyklusschwankungen können Stillprobleme begünstigen.
  • Frühgeburt oder geringe Muskelspannung beim Baby: Frühgeborene oder sehr müde Babys haben oft weniger Kraft, um effektiv zu trinken.
  • Unruhe oder Ablenkung beim Baby: In bestimmten Entwicklungsphasen trinken Babys unkonzentrierter, was Stillprobleme verstärken kann. Unsere Kräuterpads mit beruhigen Kräutern können hier helfen, dass Dein Baby zur Ruhe kommt und sich ganz aufs Trinken konzentriert.
  • Schmerzen oder Erkrankungen beim Baby: Blähungen, Reflux oder Infekte können dazu führen, dass das Baby an der Brust unruhig ist oder das Trinken verweigert. Auch das Zahnen kann diese Stillprobleme auslösen. Unsere Zahnungshilfe kann Dich hier unterstützen.

Stress und Stillen – wie das zusammenhängt

Wenn es um Stillprobleme geht, ist Stress eine der häufigsten Ursachen. Beim Stillen braucht Dein Körper Oxytocin – das sogenannte Kuschelhormon –, damit die Milch gut fließen kann. Doch wenn Du unter Druck stehst, erschöpft bist oder das Gefühl hast, funktionieren zu müssen, wird genau dieses Hormon gehemmt. Der Milchfluss stockt, Dein Baby wird unruhig und Du bist noch verunsicherter – ein Teufelskreis.

Aber: Genau diesen Kreislauf kann man durchbrechen.

Der erste Schritt, um Stillprobleme durch Stress erfolgreich anzugehen? Den Druck rausnehmen. Du musst das nicht allein schaffen. Und schon gar nicht perfekt. Du darfst traurig sein, müde, genervt. Das ändert nichts an Deiner Liebe zu Deinem Baby.

Wie kannst Du das Stillen fördern?

Was kann bei Stillproblemen helfen? Wir zeigen Dir, wie Du das Stillen fördern kannst:

  • Sprich mit jemandem, dem Du vertraust und lass Deinen Gefühlen freien Lauf. Gespräche mit Freundinnen und Deinen Liebsten reduzieren nachweislich Stress.
  • Gönn Dir Pausen – so klein sie auch sein mögen. Nimm Dir Zeit zum Durchatmen und sei nicht zu hart zu Dir selbst.
  • Bitte um Hilfe. Das ist kein Zeichen von Schwäche – im Gegenteil sogar. Viele Mütter denken, sie müssen Stillprobleme ganz allein bewältigen, dabei können eine helfende Hand und ein offenes Ohr Wunder wirken.
  • Sei offen für neue Wege, auch wenn diese zunächst eine Herausforderung sind. Stillhilfen, Stillpausen oder auch das Füttern mit abgepumpter Milch können manchmal genau das sein, was euch beiden guttut.

Denk immer daran: Es geht nicht ums „Durchhalten“, sondern ums Ankommen – in einer Stillbeziehung, die sich für Euch richtig anfühlt. Stillprobleme kannst Du ebenfalls mit festen Ritualen verbinden, wie sanftem Summen oder auch natürlichen Dürften wie denen unseres Harmonie-Pads

Zu unseren Kräuterpads

Stillprobleme mit Unterstützung angehen

Viele Mamas zögern, sich bei Stillproblemen Hilfe zu holen – aus Angst, als „nicht genug“ zu gelten. Dabei ist Stillberatung kein letzter Ausweg, sondern ein liebevoller Wegbegleiter. Vielleicht erkennst Du Dich hier wieder: • Du hast Schmerzen beim Stillen. • Dein Baby nimmt nicht gut zu oder wirkt oft unruhig. • Du bist unsicher, ob Du genug Milch hast. • Du denkst ans Abstillen, bist Dir aber noch nicht sicher. • Du fühlst Dich einfach überfordert. In all diesen Fällen von Stillproblemen – und vielen mehr – kann eine Stillberatung Dir Halt geben. Es geht nicht nur um Technik oder Stillpositionen, sondern um Dich. Um Euch. Als Team. Simone Koerfer, zertifizierte Stillbegleiterin (DAIS) und seit 2019 mit ganzem Herzen für Familien da. Ich begleite Dich einfühlsam, fachkundig und auf Augenhöhe – ob beim Stillstart, bei Herausforderungen unterwegs oder auch beim Thema Zungenband, Schlaf oder Beikost.

Du findest mich hier:

Instagram: @natuerlichstillen

www.natuerlichstillen.com

Simone Koerfer von natuerlichstillen.de

FAQ rund um das Thema Stillprobleme

Was sind typische Stillprobleme nach der Geburt?

Stillprobleme können sich ganz unterschiedlich zeigen, zum Beispiel durch Schmerzen beim Stillen, ein unruhiges Baby oder Unsicherheit über die Milchmenge. Viele Mütter erleben wunde Brustwarzen oder das Gefühl, dass das Stillen nicht richtig funktioniert. Auch emotionale Faktoren wie Stress oder Erschöpfung spielen häufig eine Rolle. Wichtig ist zu wissen: Stillprobleme sind weit verbreitet und kein persönliches Versagen.

Was kann ich tun, wenn das Stillen nicht funktioniert?

Wenn Stillen nicht funktioniert, ist der erste Schritt, den Druck herauszunehmen. Ruhe, Hautkontakt und Unterstützung können helfen, die Stillbeziehung neu zu entspannen. Oft reicht schon eine kleine Anpassung der Stillposition oder eine Pause, um wieder Sicherheit zu gewinnen. Zusätzlich kann eine Stillberatung wertvolle Impulse geben.

Wie kann man Stillprobleme frühzeitig erkennen?

Stillprobleme zeigen sich häufig durch Schmerzen, häufiges Andocken des Babys oder mangelnde Gewichtszunahme. Auch anhaltende Unsicherheit oder Stress beim Stillen sind wichtige Warnsignale. Je früher diese Anzeichen ernst genommen werden, desto leichter lassen sich Probleme beim Stillen lösen. Vertrauen in das eigene Gefühl ist dabei entscheidend.

Wie kann ich das Stillen fördern, wenn es schwierig ist?

Das Stillen fördern zu wollen, bedeutet vor allem, sich selbst Raum und Zeit zu geben. Kleine Rituale, Ruhephasen und liebevolle Unterstützung wirken oft stärker als Perfektion. Auch Gespräche mit vertrauten Menschen oder einer Fachperson können entlastend sein. Wichtig ist, einen Weg zu finden, der sich für Dich und Dein Baby richtig anfühlt.

Sind Stillprobleme ein Zeichen dafür, dass ich nicht genug Milch habe?

Stillprobleme bedeuten nicht automatisch, dass zu wenig Milch vorhanden ist. Häufig wird die Milchmenge falsch eingeschätzt, besonders in stressigen Phasen. Das Verhalten des Babys oder Schmerzen beim Stillen haben oft andere Ursachen. Eine fachliche Einschätzung kann hier schnell Klarheit schaffen.

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